Arbeitszeit

Wegweiser zur Arbeitsentlastung

Wegweiser zur Arbeitsentlastung für Beamtinnen und Beamte - Fachgespräch mit dem BMI

Am 02.09.2016 wurde auf Initiative ver.dis gemeinsam mit den Spitzenverbänden der Gewerkschaften Wege zu Arbeitsentlastung und -reduzierung und einer verbesserten Arbeitszeiterfassung mit der zuständigen Dienstrechtsabteilung im BMI in einem Fachgespräch erörtert.

Einig waren sich DGB und seine Einzelgewerkschaften in der Feststellung, dass sowohl bei der Arbeitsdauer als auch bei der Zeiterfassung neue Regularien zu finden seien.

Dabei unterstrichen die Gewerkschaften, dass ihre Priorität bei Wochenarbeitszeitverkürzung und Langzeitkonten lägen.
Ministerialdirektor Paul Johannes Fietz vom BMI bevorzugt passgenaue Arbeitszeitmodelle, die z.B. der Arbeitszeitsituation bei Polizei, Zoll und innerer Verwaltung mit Ihren jeweiligen Besonderheiten Rechnung tragen.

Gesprächsrunde im Bundesministerium des Innern dp Gesprächsrunde im Bundesministerium des Innern


Seitens des BMI hält man viel von Blockmodellen, wie den Langzeitkonten, über die Mehrarbeit und Arbeitszeitverkürzungen „angespart“ und ein entsprechender Zeitausgleich nach individuellen Bedarfen entnommen werden kann. Herr Fietz gab zu erkennen, dass er auch eine Entnahme am Ende der Dienstzeit für möglich halte. Er plädierte an die anwesenden Gewerkschaftsvertretungen, für diese Form der Flexibilisierung zu werben und deren Ausbau zu unterstützen.

Mit Zustimmung der Anwesenden soll die Fortsetzung des Fachgesprächs in Form von themenspezifischen Arbeitskreisen mit den Spitzenorganisationen erfolgen. Hier gälte es, so das BMI, z.B. nach Innerer Verwaltung und Beamtengruppen mit besonderen Belastungen zu unterscheiden. Das BMI wird hierzu in Kürze einladen.

Die hauptamtliche ver.di-Vertretung im Fachgespräch wurde durch Bernhard Schmidt, Vorsitzender des HPR beim Bundesfamilienministerium, Bonn und Berlin, und Roman Fickler, Personalratsmitglied beim Hauptzollamt in Singen, sachkundig unterstützt.