Beamtenpolitik

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes bewähren sich

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes bewähren sich bei Bewältigung der jüngsten Fluchtbewegungen

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst leisten nach Einschätzung von Klaus Weber, ver.di-Bereichsleiter für Bund und Länder sowie Bundesbeamtensekretär bei der ver.di Bundesverwaltung, großartige Arbeit angesichts der hohen Anzahl von Flüchtlingen. Dies gilt für alle beteiligten staatlichen Ebenen bei Bund, Ländern und Kommunem.
Einmal mehr beweist der öffentliche Dienst, so Weber, Leistungs- und Funktionsfähigkeit  auch in Anbetracht einer Zuspitzung  der Flüchtlingsproblematik in Deutschland.

Die Anzahl der Flüchtlinge vervierfacht sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr und stellt damit die verantwortlichen Behörden ständig vor neue organisatorische, finanzielle und vor allen Dingen personelle Herausforderungen.
Vor diesem Szenario forderte Klaus Weber eine deutliche Personalaufstockung und bessere Arbeitsbedingungen für die praktisch Handelnden in den Behörden und Verwaltungen.

Hierzu bedarf es seiner Auffassung nach u.a. eines raschen Überstundenabbaus, einer bereits angelaufenen, unbürokratischen Reaktivierung im Ruhestand befindlicher Beamtinnen und Beamten und – in Anbetracht der absehbaren Dauerhaftigkeit der Fluchttendenzen aus Kriegs- und Krisenregionen – zusätzlicher Einstellungen  z.B. beim Bundesamt für Migration, bei Ämtern und Instanzen für Asylbearbeitung und bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
Auch sei aufgrund der sozial- und individualpsychologischen Brisanz der Flüchtlingsangelegenheiten ein verbesserter Schutz der angestellten und verbeamteten Beschäftigten vor Übergriffen aller Art erforderlich.
Klaus Weber dankte im Namen von ver.di den Angehörigen des öffentlichen Dienstes für ihren Einsatz für die vor Krieg und Not fliehenden Menschen.