Beamtenrecht

Vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten bleiben dauerhaft erhalten

Vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten bleiben dauerhaft erhalten

Das Bundesinnenministerium will den Praxisaufstieg - entgegen bisheriger Planungen – jetzt doch nicht zum Jahresende ersatzlos streichen. Nach dem Ergebnis der Ressortabstimmung soll es ab 2016 ein neues praxisorientiertes Aufstiegsformat für den mittleren Dienst in Laufbahnen des gehobenen Dienstes geben – und zwar dauerhaft und nicht nur als Übergangsregelung wie bisher.

Dies ist auch der Erfolg von ver.di! Wir hatten uns massiv in der Vergangenheit für die Fortsetzung des Praxisaufstiegs über 2015 hinaus eingesetzt.

Davon werden insbesondere Kolleginnen und Kollegen aus der Zollverwaltung und dem Bereich der Postnachfolgeunter-nehmen profitieren. Sie hätten - wäre es bei der ursprünglichen Planung des Bundesinnenministeriums geblieben – ab 2016 keine Möglichkeit mehr gehabt, über den verkürzten praxisorientierten Aufstieg in die höhere Laufbahn zu kommen.
                                  
Wir halten einen praxisorientierten Aufstieg in Mangelbereichen bzw. in Bereichen, in denen sich ein Fachkräftemangel abzeichnet, angesichts der demografischen Entwicklung für unverzichtbar, um bedarfsorientiert und passgenau den notwendigen internen Fachkräftenachwuchs steuern zu können.

Der neue Praxisaufstieg wird demnächst im Entwurf einer Dritten Verordnung zur Änderung der BLV eingearbeitet.

Geplant war ursprünglich, im Zuge der Entscheidung über die Fortführung der Aufstiege nach §§ 33-33 b Bundes-laufbahnverordnung (Bericht der Bundesregierung über die Erfahrungen mit der Neuregelung der Aufstiegsverfahrens und des § 24 BLV) den bis 2015 als Übergangsvorschrift weitergeltenden Praxisaufstieg zu Gunsten der 2009 neu geschaffenen Aufstiegsformate (fachspezifische Qualifizierungen, Ausbildungsaufstiege, Vorbereitungsdienste etc.) endgültig auslaufen zu lassen. Für den gehobenen und den höheren Dienst soll es bei dieser Planung bleiben.

Für den Aufstieg von einfachen in den mittleren Dienst wird der bisherige Praxisaufstieg in ein fachbereichsspezifisches Aufstiegsverfahren umgewandelt. Damit bleibt es bei einem kürzeren Aufstiegsverfahren, welches allerdings um eine zweimonatige theoretische Ausbildung verlängert wird.