Beamtenrecht

ver.di fordert: Praxisaufstiege weiterhin ermöglichen

ver.di fordert: Praxisaufstiege weiterhin ermöglichen

Am 5. November 2015 fand im Bundesministerium des Innern ein Beteiligungsgespräch zur heutigen und künftigen Entwicklung von Aufstiegsmaßnahmen bei der Bundesverwaltung statt. Anlass war ein Bericht des Bundesinnenministeriums zu den Erfahrungen mit der seit 2009 geltenden Bundeslaufbahnverordnung.

Am Beteiligungsgespräch nahmen von ver.di Klaus Weber, Bundesbeamtensekretär und Holger Eisenhardt, Fachbereich Postdienste, Speditionen, Logistik teil.

Der erwähnte Bericht der Bundesregierung zeigt auf, in welchem Umfang die verschiedenen Aufstiegsverfahren (z.B. Ausbildungsaufstieg, fachbereichsspezifische Qualifizierung, Praxisaufstieg) Anwendung fanden. Die Zahlen sind mit Blick auf die Gesamtanzahl der Beamtinnen und Beamten des Bundes gering.

Im Beteiligungsgespräch wurden die bisherigen Erfahrungen zu Aufstiegsmodellen ausgetauscht und über Anpassungsbedarf gesprochen, wobei das Bundesinnenministerium zunächst signalisierte, es bei den bisherigen Aufstiegsverfahren belassen und Praxisaufstiege Ende des Jahres auslaufen zu lassen.

Dagegen sprach sich ver.di deutlich aus und begründete dies mit den guten Erfahrungen etwa beim Zoll, in einigen Bundesbehörden und bei Postnachfolgeunternehmen. Die Durchführung von Aufstiegen und welche Aufstiegsverfahren zur Anwendung kommen, muss nach Ansicht von ver.di auf Grundlage der unterschiedlichen Erfordernisse der Bundesbehörden und Postnachfolgeunternehmen erfolgen. Nach Ansicht von ver.di müssen Aufstiegsmaßnahmen ein Bestandteil des Personalmanagements und Ergebnis einer Personalbedarfsanalyse für Qualifizierungserfordernisse sein.

Ergebnis des Beteiligungsgespräches: Das Bundesinnenministerium sagte zu, den geplanten Wegfall von Praxisaufstiegen nochmals zu überdenken und kündigte eine Änderung der Bundeslaufbahnverordnung an. In diesem Falle wird es erneut ein Beteiligungsgespräch geben.