Besoldungsrunde 2015

Besoldungsrunden 2015 - mehr Länder übertragen Tarifergebnis

Besoldungsrunde 2015 - mehr Länder übertragen Tarifergebnis, Flickenteppich schließt sich!

Ver.di führt gemeinsam mit dem DGB in allen Bundesländern Gespräche mit den Landesregierungen, um eine inhalts- und zeitgleiche Übertragung des Tarifergebnisses mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder auf den Beamtenbereich zu erreichen.

Zur Erinnerung: Am 28. März 2015 konnte ver.di mit der Tarifgemeinschaft der Länder u.a. folgendes Verhandlungsergebnis erzielen:

  • Ab 1. März 2015: Steigerung der Einkommen um 2,1 Prozent
  • Ab 1. März 2016: Steigerung der Einkommen um 2,3 Prozent (mind. 75 €)

Noch kann keine abschließende Bilanz gezogen werden, da noch nicht alle Länder eine Entscheidung zur gesetzlichen Übertragung des Tarifergebnisses getroffen haben. Es zeichnet sich jedoch eine positivere Entwicklung ab, als bei der letzten Besoldungsrunde 2013.

Bundesland:

Stand der Übertragung:
21. Mai 2015

Baden-Württemberg

- bis einschl. A9: zeit- und wirkungsgleiche Übertragung (abzgl. 0,2 Prozentpunkten für die Versorgungsrücklage)

- A10 und A11: zeitliche Verschiebung der Übertragung um 4 Monate (abzgl. 0,2 Prozentpunkten für die Versorgungsrücklage)

- ab A12: zeitliche Verschiebung der Übertragung um 8 Monate (abzgl. 0,2 Prozentpunkten für die Versorgungsrücklage)

Bayern

- 1:1-Übertragung angekündigt

Berlin

- 3, 2 % zum 1. August 2015 (abzgl. 0,2 Prozentpunkten für die Versorgungsrücklage) und zum 1. August 2016 0,5 Prozentpunkte mehr als der entsprechende Durchschnittswert der Anpassungen aller anderen Bundesländer

Brandenburg

- 2,1 % zum 1. Juni 2015 (abzgl. 0,2 Prozentpunkte für die Versorgungsrücklage)

- 2,3 %, mindestens 75 Euro zum 1. Juli 2016 (abzgl. 0,2 Prozentpunkte für die Versorgungsrücklage)

Bremen

- zum 1. Juli 2015 2,1 % und zum 1. Juli 2016 weitere 2,3 %, mindestens aber 75 Euro.

Hamburg

- 1:1-Übertragung (abzgl. 0,2 Prozentpunkten)

Hessen

- Nullrunde 2015
- 1 % 2016

Mecklenburg-Vorpommern

- 2 % zum 1. Januar 2015

Niedersachsen

- 2,5 % zum 1. Juni 2015

Nordrhein-Westfalen

Die Bezüge steigen zum 1. Juni um 2,1 Prozent und zum 1. August 2016 um 2,3 Prozent, mindestens aber 75 Euro. Dabei fließen
jeweils 0,2 Prozentpunkte in die Versorgungsrücklage. Der Tarifabschluss TV-L 2017 soll mit dreimonatiger Verzögerung auf die BeamtInnen übertragen werden.

Rheinland-Pfalz

- 1:1-Übertragung angekündigt

Saarland

- Erhöhung der Bezüge um 2,1 % (abzgl. 0,2 Prozentpunkte für die Versorgungsrücklage) für den eD und den mD zum 1.Mai 2015, den gD zum 1. Juli 2015 und den hD zum 1. September 2015

- Erhöhung der Bezüge um 2,3 %, mindestens 75 Euro (abzgl. 0,2 Prozentpunkte für die Versorgungsrücklage) für den eD und mD zum 1.Juli 2016, den gD zum 1. September 2016 und den hD zum 1. November 2016

Sachsen

- 1:1-Übertragung angekündigt

Sachsen-Anhalt

- Übertragung des Ergebnisses zum 1. Juni 2015 angekündigt

Schleswig-Holstein

- 2,1 % zum 1. März 2015 (abzgl. 0,2 Prozentpunkte für die Versorgungsrücklage)

- 2,3 %, mindestens 75 Euro zum 1. Mai 2016 (abzgl. 0,2 Prozentpunkte für die Versorgungsrücklage)

Thüringen

Die Landesregierung kündigte die Erhöhung der Bezüge zum 1. September 2015 um 2,1 % (abzgl. 0,2 Prozentpunkte für die Versorgungsrücklage) und zum 1. September 2016 um 2,3 %, mindestens 75 Euro (abzgl. 0,2 Prozentpunkte für die Versorgungsrücklage) an. Eine Vorgriffsregelung für 2017 konnte verhindert werden (geplant war die Anhebung der Bezüge um 1,95 % (abzgl. 0,2 Prozentpunkte für die Versorgungsrücklage) zum 1. September 2017).

Wir bitten zu beachten: Die Entscheidung des jeweiligen Landesparlamentes steht in allen Ländern noch aus.

In den Ländern, in denen bisher keine Aussage getroffen wurde oder aber eine negative Übertragung geplant ist, wird sich ver.di weiterhin durch Gespräche und Aktivitäten für eine Übertragung einsetzen. Alle Beamtinnen und Beamten sind aufgefordert, sich an den Aktivitäten zu beteiligen, um im eigenen Interesse ein gutes Ergebnis erreichen zu können.

Unser gewerkschaftliches Engagement zeigt eindeutig Wirkung - Besoldungserhöhungen sind kein Geschenk des Gesetzgebers, sondern Ergebnis der Aktivitäten von ver.di!