Besoldungsrunde 2018

Jetzt die Antwort der Beschäftigten: Aktionen und Warnstreiks!!!

Jetzt die Antwort der Beschäftigten: Aktionen und Warnstreiks!!!

Am 12./13. März 2018 wurden die Verhandlungen für den öffentlichen Dienst beim Bund und den kommunalen Arbeitgebern in Potsdam fortgesetzt. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt.

ver.di fordert 6 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro.

Diese Forderung wurde von den Arbeitgebern erneut in der Höhe als unbezahlbar und in der Struktur falsch abgelehnt. Der Mindestbetrag würde zu Ausgründungen führen; es müssten die Bezahlung in den höheren Entgeltgruppen angehoben werden, um Fachkräfte zu gewinnen bzw. zu halten. Diese Argumentation verkennt, dass im mittleren Dienst Fachkräfte dringend gebraucht werden. Auch für ver.di-Forderungen zur Erhöhung der Ausbildungsentgelte und Bezüge der Anwärterinnen und Anwärter um 100 Euro sahen sie keine Begründung. Die Ausbildungsentgelte im öffentlichen Dienst lägen bereits jetzt im oberen Drittel. Für die Forderung nach Angleichung der Urlaubsdauer auf 30 Tage äußerten die Arbeitgeber wenig Sympathie. Einer Verlängerung der bisherigen Regelung zur Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung können sie sich vorstellen.

Wir sind es wert!

Die ver.di-Forderung nach Anhebung des Zusatzurlaubs für Wechselschicht- und Schichtarbeit wiesen die Arbeitgeber mit Hinweis auf die ungleiche Kostenbelastung zurück. ver.di machte hingegen deutlich, dass bei der Schicht- und Wechselschichtarbeit eine Entlastung dringend erforderlich ist.

Aktionswürfel im Einsatz
Mit Hilfe der bekannten roten Besoldungswürfel („Besoldung nicht auswürfeln!“) werden ver.di-Kolleginnen und -Kollegen in mehreren dezentralen Aktionen im Bundesgebiet sowie einer zentralen Veranstaltung in Berlin ihre Forderung nach einer zeit- und wirkungsgleichen Übertragung des Tarifergebnisses deutlich sichtbar vertreten.

Weshalb sollten sich Beamtinnen und Beamte in der Tarifrunde engagieren?
ver.di führt regelmäßig Tarif- und Besoldungsrunden durch und setzt sich damit sowohl für Tarifbeschäftigte, als auch für Beamtinnen und Beamte ein. Das Tarifergebnis ist die Grundlage für die gesetzliche Übertragung auf den Beamtenbereich.

ver.di fordert von der neuen Bundesregierung die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses. Die abwehrenden Reaktionen des Dienstherrn in der zweiten Verhandlungsrunde zeigen, dass eine solche Forderung in der Tarif- und Besoldungsrunde kein Selbstläufer ist.