Besoldungsrunde 2018

Broschüre: Deine Besoldungsrunde öffentlicher Dienst

Broschüre: Deine Besoldungsrunde öffentlicher Dienst

Fakten zur Tarifpolitik im öffentlichen Dienst und zur Tarif- und Besoldungsrunde Bund und Kommunen 2018

Die Menschen im öffentlichen Dienst leisten tagtäglich hervorragende Arbeit. Öffentliche Dienstleistungen mit hoher Qualität kommen den Bürgerinnen und Bürgern und der Wirtschaft zugute. Sie bilden die Basis eines sozialen Staates und von wirtschaftlichem Erfolg. Durch positive Abschlüsse von Tarif- und Besoldungsrunden gilt es zum einen, dieses wertvolle Engagement der Beschäftigten angemessen zu würdigen. Zum anderen sind spürbare Verbesserungen bei Einkommen und Arbeitsbedingungen auch entscheidend für die Steigerung der Attraktivität des Dienstes bei der dringend notwendigen Einstellung qualifizierter Kräfte.

Deshalb müssen wir in der Tarif- und Besoldungsrunde 2018 in erster Linie für den klassischen „Tarif“ – also das Monatseinkommen von allen tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen – gemeinsam einstehen!

Vieles kann ich selbst - aber Großes bewegen wir besser zusammen!

Auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben ein Recht, an wirtschaftlichem Wachstum und steigender Produktivität teilzuhaben. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben in den zurückliegenden Jahren insgesamt gute Lohnund Gehaltserhöhungen durchgesetzt. Die Beschäftigten von Bund und Kommunen liegen bei der Entwicklung der Bezahlung seit dem Jahr 2000 gegenüber dem Durchschnitt der anderen Branchen aber noch um ca. vier Prozentpunkte zurück. Diese Lücke, liebe Kollegin, lieber Kollege, die müssen wir verringern!

Der öffentliche Dienst macht nicht nur das Zusammenleben in unserer Gesellschaft möglich und auch lebenswert. Auch die Gewinne der Unternehmen und das damit verbundene Wirtschaftswachstum in diesem Land entstehen nur, weil die öffentliche Infrastruktur gut und verlässlich funktioniert. Zur Abwehr von Forderungen bemühen Arbeitgeber und Dienstherrn gerne das Argument der „leeren Kassen“. Abgesehen davon, dass es nur die berechtigten Forderungen der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes infrage stellen soll, trifft es momentan sowieso nicht zu. Nach den aktuellen Vorhersagen steigen die Steuereinnahmen der öffentlichen Haushalte in den nächsten Jahren um vier bis fünf Prozent – Jahr für Jahr! Zugegeben, nicht jede Kommune wird ausreichend Geld in der Kasse haben, um die höheren Löhne ohne Zimpern zahlen zu können. Doch das darf nicht heißen, dass die Beschäftigten verzichten und für eine verfehlte Haushaltspolitik die Zeche zahlen müssen. Geld ist an anderer Stelle genug da – es muss nur klug und gerecht verteilt werden.

ver.di führt regelmäßig die gemeinsame Tarif-und Besoldungsrunde durch und setzt sich sowohl für Tarifbeschäftigte als auch für Beamtinnen und Beamte ein.

Das Tarifergebnis ist die Grundlage für die Frage einer gesetzlichen Übertragung auf den Beamtenbereich. ver.di fordert dabei von der Bundesregierung in der Regel in jeder Tarif- und Besoldungsrunde die zeitund wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses.

Aber letzten Endes liegt die Entscheidung über die Forderungen, die wir an die Arbeitgeber und Dienstherrn stellen, bei Dir und Deinen Kolleginnen und Kollegen.

Von November ’17 bis Januar ’18 haben die ver.di-Mitglieder in den Betrieben und Dienststellen der Kommunen sowie den Behörden des Bundes ihre Forderungen diskutiert. Die gewählten Mitglieder der ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst haben anschließend am 8. Februar 2018 über die gemeinsame Forderung abgestimmt.

Und jetzt zu Dir! Ich lade Dich nicht nur herzlich ein, über die möglichen Forderungen bei Dir im Betrieb und in der Dienststelle zu sprechen, sondern fordere Dich sogar dazu auf! Gewerkschaft heißt eben auch: Mitmachen. Sich beteiligen. Verantwortung übernehmen. Gemeinsam mehr erreichen! Für Dich, aber auch für die Anderen.

Das vorliegende Fakten-Heft soll Dir dabei eine Unterstützung sein. Damit Du mehr mitreden kannst, wenn Du schon dabei bist. Und damit Du überhaupt erst mitmachen kannst, wenn Du es bisher noch nicht getan hast.