Besoldung

Jetzt handeln! ver.di fordert 5 % mehr Geld, mindestens 150 Euro!

Besoldungsrunde 2021

Jetzt handeln! ver.di fordert 5 % mehr Geld, mindestens 150 Euro!

Plakate mit Aufschrift Handeln für morgen. Im Vordergrund Silhouetten von Personen. Kay Herschelmann BTK 26.08.2021

Eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 5 %, mindestens um 150 Euro sowie die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf die Beamt*innen, Versorgungsempfänger*innen, Richter*innen, Anwärter*innen und DO-Angestellte der Länder und Kommunen - diese und weitere Forderungen hat die ver.di- Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst (BTK ö.D.) in ihrer Sitzung am 26. August 2021 für die Tarif- und Besoldungsrunde 2021 beschlossen.

Die Mitglieder der BTK ö.D. waren sich einig: Ob in der Justiz, in den Verwaltungen, an den Universitäten, im Straßenbau, Küstenschutz oder in den Unikliniken der Länder – die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sichern mit ihrer Arbeit die Infrastruktur, die die Gesellschaft braucht, um gut und sicher durch die Pandemie zu kommen. Das muss auch im Tarifergebnis deutlich werden. Einig war sich die BTK deshalb auch darin, dass das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Beamt*innen in den Ländern und den Kommunen übertragen werden muss. Der wirtschaftliche Einbruch und die hohen Ausgaben zur Krisenbekämpfung sind kein Argument gegen eine angemessene Anerkennung der Leistung. Auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder haben ein Recht auf gute Bezahlung. Für die Beamt*innen in den Kommunen gilt das Gleiche. Außerdem stärken gute Tarifabschlüsse die Kaufkraft und stabilisieren damit die wirtschaftliche Entwicklung. Gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne sind darüber hinaus die Voraussetzung dafür, dass der öffentliche Dienst ein attraktiver Arbeitgeber bleibt. Nur so kann es gelingen, auch weiterhin qualifizierte Fachkräfte zu halten und zu gewinnen.

„Handeln. Für Morgen!“ – so lautet unsere Botschaft an die Arbeitgeber der Länder.

Die stellvertretende ver.di- Vorsitzende Christine Behle ruft die Beamt*innen auf: „Für die Beschäftigten geht es um viel: Ihre Leistungen in der Pandemie müssen anerkannt werden – die Folgen dürfen nicht auf ihre Kosten gehen. Dafür werden wir kämpfen müssen. Deshalb müssen auch die Beamt*innen jetzt aktiv werden und für ein gutes Tarifergebnis und eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung kämpfen!“

Die Forderungen im Einzelnen:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 5 Prozent, mindestens aber um 150 Euro monatlich
  • Erhöhung der Tabellenentgelte für Beschäftigte im Gesundheitswesen um 300 Euro
  • Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden und Praktikant*innen um 100 Euro monatlich
  • Laufzeit 12 Monate
  • Verlängerung der Vorschrift zur Übernahme der Auszubildenden
  • Zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf die Beamt*innen, Versorgungsempfänger*innen, Richter*innen, Anwärter*innen und DO-Angestellte der Länder und Kommunen

Weitere Erwartungen an die Arbeitgeber richten sich u.a. auf Verbesserungen bei der Eingruppierung, im Gesundheitswesen, studentische Beschäftigte sowie für Beschäftigte im Straßenbau und Straßenbetriebsdienst.

Dafür werden wir kämpfen müssen. Beamt*innen stehen alle Möglichkeiten offen, sich unterhalb der Warnstreikschwelle zu beteiligen – Mitmachen, Einsatz zeigen und gemeinsam ein gutes Ergebnis erzielen!

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